Immobilien: Teures Pflaster Zürich
26. Juli 2010 – Zug, Einkaufsstrassen in Städten sind beliebt und werfen hohe Umsätze ab. Dies trotz der Konkurrenz durch Shoppingzentren an der Peripherie. Entsprechend hoch sind die Preise für Detailhandelsflächen. Zürich und Genf spielen in der internationalen Top-Liga mit.
An der Zürcher Bahnhofstrasse werden Spitzenmieten von bis zu CHF 7‘000.-- je Quadratmeter und Jahr erzielt. Praktisch gleich hoch liegt das Niveau an der Rue du Rhône in Genf mit einem Quadratmeterpreis von bis zu CHF 6'500.--.
Im internationalen Vergleich liegt Zürich damit auf dem 7. und Genf auf dem 9. Rang. Die weltweit teuerste Einkaufsstrasse ist die 5th Avenue in New York, wo der Quadratmeter bis zu CHF 20'000.-- kostet. Gefolgt wird die US-Metropole von Hongkong (Causeway Bay) CHF 17'500.-- und Paris (Champs-Elysées) CHF 11'500.--.
In der Stadt Bern kostet der Quadratmeter im Hochpreis-Segment (Spitalgasse) noch CHF 4'500.--. Mit Preisen von CHF 1'500 bis 3‘000.-- deutlich darunter liegen Detailhandelsflächen in den Städten Basel, Lugano, Lausanne, St. Gallen, Luzern, Zug und Winterthur.
Die Einkaufsstrassen sehen auf der ganzen Welt immer ähnlicher aus. In einigen Schweizer Städten werden an den begehrtesten Lagen bereits über 70% aller Flächen von nationalen oder internationalen Ladenketten genutzt. Lokale Geschäfte werden bedauerlicherweise verdrängt.
Der Branchen-Mix wird ebenfalls immer uniformer: Modeläden und Warenhäuser belegen an Schweizer Top-Lagen über die Hälfte aller Detailhandelsflächen. In Lausanne, Basel und St. Gallen machen Modeläden mehr als die Hälfte der Verkaufsflächen aus. In den Grossstädten dominieren Uhren- und Schmuckläden.
Auf dem Rückzug ist die Gastronomie: Gastro-Betriebe belegen nur gerade 4% der Nutzflächen an den Einkaufsmeilen der Zentren, in den mittleren Städten sind es gut 9%. Am besten ist die Verpflegungssituation noch in Lugano, Baden und Winterthur, wo die Gastronomie mit zwischen 10 und 15% vertreten ist.
BVMW Geschäftsstelle Zug
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