LANDESVERBAND SCHWEIZ
 

 

 

„Grosser Ring“ aus der Ausstellung von 
P. Rauscher zum BVMW Kongress 2011

 

Wulff auf Staatsbesuch in der Schweiz

9. Sept. 2010 – Zug - Bundespräsident Christian Wulff und Frau Bettina Wulff besuchten erstmals die Schweiz. Sie folgten einer Einladung des Schweizerischen Bundesrates. Der Staatsbesuch in der Eidgenossenschaft stand ganz im Zeichen von Bildung, Innovation und Technologie und wurde noch von Amtsvorgänger Köhler geplant.

Nach seiner Ankunft auf dem Flughafen Zürich fuhr Christian Wulff gemeinsam mit Bundespräsidentin Doris Leuthard in einem Extrazug nach Bern, wo er mit militärischen Ehren empfangen wurde. Nach einem offiziellen Gespräch mit Leuthard stand ein Treffen mit Schweizer Wirtschaftsvertretern auf dem Programm.

Neben den Gesprächen mit Bundespräsidentin Doris Leuthard besuchte Wulff die Technische Hochschule EPFL in Lausanne und nahm an einer Podiumsdiskussion in der Universität Zürich teil.

Wulf sagte unter anderem: „Wir Deutsche lieben die Schweiz aus vielerlei Gründen“, sagte Wulff. „Bestehende Schwierigkeiten“ seien überwunden.

Besuch der EPFL bei deutschem Forscher
Am zweiten Tag seiner Staatsvisite besuchte Wulf die EPFL (École polytechnique fédérale de Lausanne). Begleitet wurde sie von Bundespräsidentin Doris Leuthard und dem Waadtländer Regierungspräsidenten Pascal Broulis. EPFL-Präsident Patrick Aebischer begrüsste Wulff am Morgen im neu eröffneten Learning Center. Die Begrüssungsworte sprach der Präsident auf deutsch, wechselte aber dann ins Französische.

Simultanübersetzung für den Bundespräsidenten
Entsprechend wurden Kopfhörer für die Simultanübersetzung verteilt. Während der Bundespräsident zugriff, verzichtete seine Frau auf die Kopfhörer, denn sie spricht französisch. Aebischer stellte die guten Beziehungen zwischen der EPFL und Deutschland in der Vordergrund seiner Rede: So etwa lehren 32 deutsche Professoren in Lausanne und rund 230 deutsche Studierende lassen sich an der EPFL ausbilden.

Aebischer betonte auch die gute Partnerschaft mit der TU in München. Zudem arbeite die EPFL mit mehreren deutschen Unternehmen. Der EPFL-Präsident lobte zudem den in Lausanne lehrenden Deutschen Michael Grätzel, der im Bereich Solarenergie forscht und dafür wichtige Preise erhalten hatte.

Energie mit Hilfe von Hagenbuttentee
So erhielt Grätzel 2009 den Balzan-Preis und 2010 den Millenium Technology Prize. Er stellte dem Bundespräsidenten seine neuen Farbstoffsolarzellen vor, die im Gegensatz zu herkömmlichen Solarzellen bereits diffuses Licht nutzen können. Nach seinem Vortrag bat Grätzel Bundespräsident Wulff und seine Frau nach vorne und stellte vor deren Augen eine Farbstoffsolarzelle her.

Eingefärbt wurde die Zelle mit Hilfe von Hagenbuttentee, der die nötige, rote Farbe lieferte. Nach nur wenigen Minuten konnte mit der Zelle ein Rädchen angetrieben werden. «Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser» sagte Wulff und inspizierte die Solarzelle, während er anerkennend nickte.

Rucksack mit Solarzelle
Als Andenken an seinen Besuch an der EPFL erhielt Wulff einen Rucksack mit eingebauten Farbstoffsolarzellen. Zum Schluss absolvierte der Bundespräsident einen kurzen Rundgang durch das Learning Center.

Von Lausanne ging es mit dem Staatsgast per Helikopter weiter zur Fafleralp im Lötschental. Dort stand das Mittagessen auf dem Programm bevor Wulff vom Wallis weiter nach Zürich, seiner letzten Station des Staatsbesuchs, reist.

BVMW Geschäftsstelle Zug

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Wulf und Leuthard beim Staatsbesuch in
Bern


Wulf mit Solarrucksack beim Besuch der
EPFL

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