LANDESVERBAND SCHWEIZ
 

 

 

„Grosser Ring“ aus der Ausstellung von 
P. Rauscher zum BVMW Kongress 2011

 

Polens Wirtschaft durchbricht die Klischees

Warszawa - Auf dem deutsch-polnischen Wirtschaftsgipfel in Warschau würdigt Mittelstandspräsident Mario Ohoven die mittelstandsfreundliche Politik Polens. Spielt doch der Nachbar für deutsche Unternehmen längst eine größere Rolle als Russland. Investoren und Facharbeiter aus Polen stützen unsere Konjunktur.

20 Jahre nach der Unterzeichnung des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages haben Unternehmer und Wirtschaftsvertreter in Warschau die Beziehungen beider Länder herausgehoben. Sie seien inzwischen „etwas ganz besonderes“, unterstrich Hans-Peter Keitel, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), auf dem Wirtschaftsgipfel Polen-Deutschland. Es sei „ein kleines Wunder“ zwischen beiden Staaten geschehen. „Wir haben erfahren, dass wir uns aufeinander verlassen können.“

Polen ist inzwischen zum wichtigsten Wirtschaftspartner Deutschlands im Osten geworden. Seit Jahren schon ist der bilaterale Warenaustausch mit dem östlichen Nachbarland größer als der deutsche Handel mit dem Rohstoffriesen Russland. In einem Grußwort unterstrich der polnische Präsident Bronislaw Komorowski, dass „Deutschland Polens Wirtschaftspartner Nummer eins ist“ – beim Handel und bei den Investitionen. Allerdings investieren auch polnische Unternehmen seit einigen Jahren immer mehr in Deutschland, wie die Beispiele der „Star“-Tankstellenkette des polnischen Ölkonzerns PKN Orlen oder die Übernahme eines Sodawerks durch den polnischen Chemiekonzern Ciech und der Kauf der Deutschen Binnenreederei durch Odratrans zeigen.

Über eine Milliarde Euro haben polnische Unternehmen bereits beim Nachbarn im Westen investiert. In anderer Richtung waren es 22 Milliarden Euro und die Erfahrungen sind fast ausschließlich positiv: 90 Prozent der deutschen Investoren würden nach einer Umfrage der Deutsch-Polnischen Industrie- und Handelskammer in Warschau ihre Entscheidung genauso wieder machen, sagte Mario Ohoven. Der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft unterstrich dabei, „das kann nicht einmal jeder Standort in meiner Heimat über sich sagen“. Laut Ohoven „versucht die polnische Regierung erkennbar, dem Mittelstand das Leben zu erleichtern. Das ist in Deutschland momentan nicht erkennbar. Die Bundesregierung sorge sich mehr um das Wohl der Banken und Energiekonzerne.“

Der deutsche Unternehmer Hans-Jörg Otto, der bei Posen den System- und Kabelsatz-Lieferanten El-Cab gegründet hat, nennt seinen „Gang nach Polen die beste Entscheidung meines Lebens“.

Erstellt mit Material von: Handelsblatt.com

BVMW Geschäftsstelle Zug

Zurück

 

     

20. Mai 2012 - 9:58 Uhr


Hier entsteht das neue Warschauer Stadium
für die Fußball-Europameisterschaft.
Bild: dpa

Home                Nutzungsbedingungen / Terms of use               Sitemap
© Copyright by BVMW Geschäftsstelle Zug 2009          Deutsch | English
CMS