Pilatus Flugzeugwerke mit Umsatzrückgang
Zug/Zürich - Wie Ende April 2011 bekannt wurde, haben die Pilatus Flugzeugwerke AG in Stans den Umsatz im Jahr 2010 auf 688 Mio. Fr. steigern können (2009: 620 Mio. Fr.) sodass sich das Betriebsergebnis auf 88 (78) Mio. Fr. verbesserte. Diesen Rekordzahlen steht in diesem Jahr ein deutlicher Rückgang des Bestellungs- und Auftragsbestandes gegenüber.
Grund für die Umsatzsteigerung im Jahre 2010 war laut Meldungen vom vergangenen Dienstag der Grossauftrag der Air Force & Air Defence der Vereinigten Arabischen Emirate. Der Auftrag umfasst 25 Stck. PC-21 Trainingsflugzeuge und hat ein Volumen von über 500 Mio. Franken. Die Auslieferungen soll noch in diesem Jahr erfolgen.
Für die Sparte Geschäftsfliegerei sei das vergangene Jahr indessen sehr schwierig gewesen, schreibt Pilatus. In den USA, dem Hauptabsatzmarkt des PC-12 NG, habe sich die Wirtschaft noch nicht erholt. Trotzdem sei im letzten Jahr der tausendste PC-12 ausgeliefert worden.
2010 wurden insgesamt 93 Flugzeuge ausgeliefert, 12 weniger als im Vorjahr. Der Rückgang der Nachfrage zeichnet sich auch beim Bestellungseingang ab. Er sank auf 355 (433) Mio. Franken; 2006 lag er noch über einer Milliarde Franken. Der Bestellungsbestand ging auf 689 (1031) Mio. Fr. zürück.
2011 wird schwierig Der Cash-flow beläuft sich auf 112 Mio. Franken. 49 Mio. Fr. investierte der Flugzeugbauer in Forschung und Entwicklung, weitere 9 Mio. Fr. in Sachanlagen. Der Eigenfinanzierungsgrad liegt bei 54,9 Prozent.
Das laufende Jahr werde noch schwieriger, schreibt Pilatus-Chef Oscar J. Schwenk in seinem Jahresbericht. Der Auftragsbestand sei limitiert, der für neue Aufträge notwendige Konjunkturaufschwung lasse auf sich warten und die Entwicklung eines neuen Flugzeuges werde viele Millionen Franken verschlingen.
Neue Pilatus PC-24 Als Leitmotiv für 2011 wählt Schwenk dennoch «Zuversicht». Die Zahl der Mitarbeiter, die im letzten Jahr von 1330 auf 1395 stieg, soll weiter erhöht werden. Der Grund dafür ist die Entwicklung des neuen Flugzeuges für die Zivilluftfahrt, des PC-24. Eine PC-24, welche die Kritikpunkte des Vorgängers PC-12 ausmerzt und so neue Einsatzmöglichkeiten eröffnet, könnte sich gut verkaufen. Über das neue Modell, welches 2012 der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll, ist noch nichts näheres bekannt.
Erstellt mit Material von sda
BVMW Geschäftsstelle Zug
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