LANDESVERBAND SCHWEIZ
 

 

 

„Grosser Ring“ aus der Ausstellung von 
P. Rauscher zum BVMW Kongress 2011

 

Schweiz als Standort-Alternative für EU-Unternehmen

Ganz besonders Technologie-Unternehmen nutzen neben den Finanzierungs- und Steuervorteilen die weiteren Standortvorteile der Schweiz immer öfter.
Mit der fortschreitenden Globalisierung und den sich stark ändernden Marktbedingungen kommt dem Standort Schweiz und Zentralschweiz für EU-Firmen eine zunehmende Bedeutung zu. Die äusserst wettbewerbsorientierte Geschäftswelt verlangt eine ausgereifte europäische und weltweite Marktstrategie. Die Wahl des europäischen Standortes ist ein Schlüsselelement dieser Strategie. Mit der Wahl des Standortes Schweiz oder der Verlagerung des Hauptsitzes bzw. Headquarters in die Schweiz ergeben sich einerseits deutliche Vorteile in der Kapitalbeschaffung und andererseits die bekannten Steuervorteile. Weitere Vorzüge ergeben sich durch die Schweiz als anerkannten Testmarkt. Technologiefirmen profitieren zudem von den Vorteilen des Technologiestandortes Schweiz.

Ausgangslage
Sie sind Inhaber, CEO, Verwaltungsrat oder Vertreter eines Unternehmens in Europa mit erfolgreichen Produkten und/oder Dienstleistungen. Mit der fortschreitenden Globalisierung und der sich stark wandelnden Märkte sind die Möglichkeiten durch das Standortmarketing immer wieder neu zu beurteilen. Vielleicht steht Ihr Unternehmen aber auch vor einer grenzüberschreitenden Marktexpansion und/oder einer strategischen Neupositionierung, bei der auch die Standortfrage neu zu beurteilen ist.
Wahl des geeigneten Standortes. Die Wahl des am besten geeigneten Firmenstandortes ist aufgrund der Vorteile und Vorzüge desjenigen Standortes zu fällen, welcher die besten Erfolgsaussichten bietet und dabei die Risiken und Ungewissheiten so klein wie möglich hält.

Bevor ein definitiver Entscheid über den Firmenstandort gefällt wird, sollten mittels einer gründlichen Evaluation Ihrer heutigen Unternehmenssituation die Vor- und Nachteile der verschiedenen Varianten im Detail sowohl qualitativ als auch quantitativ eruiert werden. Hierzu eignet sich das Instrument der SWOT[1]-Analyse hervorragend, indem die Stärken, Schwächen, Chancen und Gefahren systematisch untersucht und daraus die verschiedenen Optionen für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung abgeleitet werden.

Chancen der Schweiz als Firmenstandort
Kaufkraftstabilität dank regelmässig geringen Inflationsraten, langfristig tiefe Kapitalkosten, ein gutes Investitionsklima, gesunde öffentliche Finanzen und praktisch keine Streiks sind Garanten für die Prosperität und Stabilität der schweizerischen Wirtschaft. Die Schweizer Wirtschaft verdankt ihren hohen Entwicklungsstand in starkem Masse der engen Verflechtung mit ausländischen Volkswirtschaften. Die Schweiz gehört zu den Ländern mit dem höchsten Anteil des Aussenhandels am Bruttoinlandprodukt. Der technologisch hochstehende Industriebereich ist geprägt durch hochspezialisierte und flexible Klein- und Mittelbetriebe.

Das nominelle Bruttoinlandprodukt pro Kopf der Bevölkerung liegt mit 33'600 USD um 60% über dem EU-Durchschnitt, 43% höher als in Deutschland und Österreich.

Zwei Drittel des Bruttoinlandproduktes wird vom Dienstleistungssektor erzeugt, wozu vor allem die Finanz-, Immobilien-, und Vermögensverwaltungsinduetrie beitragen. Aus das trägt dazu bei, dass die Wertschöpfung pro Beschäftigtem ist in der Schweiz die zweithöchste aller Länder ist. Mit einem Bruttosozialprodukt pro Kopf der Bevölkerung, das weltweit das zweithöchste ist, nimmt die Schweiz in der Weltwirtschaft eine prominente Stellung ein.

Ein Charakteristikum der Schweiz ist ihre hohe Stabilität. Die Inflationsrate blieb in den letzten Jahren regelmässig unter 1% und somit klar unter jenen der EU und der USA. Die Zinssätze sind in der Schweiz dank einer hohen Sparquote und grossen Zuflüssen ausländischer Gelder ebenfalls traditionell tief.

Für die im Aussenhandel tätigen Schweizer Unternehmen ist Europa der mit Abstand wichtigste Markt. Vier Fünftel aller Warenimporte und fast zwei Drittel der Güterexporte entfallen auf den Austausch mit der EU. Dabei ist Deutschland traditionell der wichtigste Kunde und auch der bedeutendste Lieferant der Schweiz, vor den Nachbarländern Frankreich und Italien. Weltweit betrachtet, nimmt die Schweiz bei den Warenexporten einen Platz unter den ersten 20 ein – ein beachtliches Resultat für ein Land, das knapp ein Promille der Weltbevölkerung umfasst. Es ist aber auch ein Indiz für die Möglichkeiten, welche sich hier exportorientierten Unternehmungen bieten. Bei der Ausfuhr von kommerziellen Dienstleistungen rangiert die Schweiz sogar im ersten Dutzend der wichtigsten Länder.

BVMW-Geschäftsstelle Zug

 

     


Reuss, der Fluss, Luzern

 


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